DFB-Pokal 2016: Wie verliert der BVB dieses Mal?

Wir erinnern uns: In den vergangenen zwei Jahren versuchte der BVB mit äußerst unsportlichen Mitteln, den DFB-Pokal zu gewinnen und verlor jedes mal zu Recht:

2014: BVB versucht, nicht vorhandene Torlinientechnik für sich zu nutzen

 

2015: BVB versucht, mit exzessiven Schwalben dem Schiedsrichter einen unverdienten Elfmeter abzuringen

Hier noch mal ganz klar: ein Verteidiger kann im eigenen Strafraum einen gegnerischen Angreifer treffen, während er gleichzeitig nicht den Ball trifft und es ist trotzdem nicht zwingend ein Elfmeter!

Ich empfehle, sich das Video in aller Ruhe noch eimal genüsslich zu Gemühte zu führen…es ist ein Schmankerl!

2016:
Schwierig.
Konfuse Schiedsrichterentscheidungen oder doch ein von Mats Hummels unglücklich verursachter Elfmeter?

Wir werden sehen…

Sensation: FIFA korrupt!

Nicht zu fassen. Korrupte Politiker? Ja. Korrupte Manager? Na logo.
Aber korrupte FIFA-Funktionäre? Wer hätte das gedacht!

Ich sehe den Sensationscharakter der gestrigen Enthüllungen nicht. Das einzig Bemerkenswerte ist, dass das FBI, dass sonst z.B. gegen mafiöse Vereinigungen ermittelt, nun auch gegen die FIFA ermittelt.

Geradezu putzig finde ich Menschen, die jetzt denken, diese Geschichte könnte auch nur einen Funken von Veränderung bewirken. Wie naiv – nein, falsches Wort – wie dumm muss man sein?

Wird die Wahl des FIFA-Präsidenten verschoben? Nein.
Wird Sepp Blatter morgen abgewählt werden? Nein.
Wird die UEFA um Michel Platini Konsequenzen ziehen? Nein.
Wird der DFB um Wolfgang Niersbach Konsequenzen ziehen? Nein.
Werden Medien aufhören, über Weltmeisterschaften zu berichten? Nein.
Werden die Fans nun Länderspiele und Weltmeisterschaften boykottieren? Nein.

Also woher sollen Veränderungen kommen?

Es wird jetzt ein paar Tage oder auch Wochen über die FIFA berichtet und dann geht alles den gewohnten Gang. Die Korruption bleibt, die Stadien sind voll und Sepp Blatter ist weiterhin das sympathische Gesicht des Fußballs.

FC Bayern – Sammelbecken für Verbrecher? III

Herzlich willkommen zum dritten Teil dieses Fortsetzungsromans. Ich überlege schon, hieraus eine feste Rubrik zu machen.

Jedenfalls gibt es wieder einmal was zu Feiern beim FC Bayern.
Uli Hoeneß – sozialer Superheld und Präsident der Präsidenten; der Mann, vor dem sogar Bundeskanzlerinnen ihr hohles Haupt neigen, um ihm Respekt zu zollen – ist bald Freigänger: WOHOOO!!!

Läuft bei ihm:
13. März 2014: Verurteilung zu 3,5 Jahren Haft
02. Juni 2014: Antritt der Haftstrafe (zum Glück hat er die Zeit gefunden)
Januar 2015: Freigänger

Im zweiten Teil dieser kleinen Reihe schrieb ich zum Fall Breno:
Juli 2012 + 3 Jahre, 9 Monate (= 45 Monate) => April 2016
Juli 2012 bis August 2013 (bis Freigang) => 13 Monate (29% “abgesessen”)
Juli 2012 bis Januar 2014 (bis Bewährung) => 18 Monate (40% “abgesessen”)

Schauen wir uns das Ganze nun für den Fall Hoeneß an:
Juni 2014 + 3 Jahre, 6 Monate (= 42 Monate) => Dezember 2017
Juni 2014 bis Januar 2015 (bis Freigang) => 7 Monate (17% “abgesessen”)
Notiz an mich: 42 Monate – 7 Monate = 35 Monate

Jetzt kommt der witzige Teil.

Zitat wikipedia:
“Als ungeeignet gelten insbesondere Gefangene, die

  • sucht- und fluchtgefährdet sind oder
  • in der Vergangenheit eine Lockerung des Vollzuges missbraucht haben oder
  • bis zum voraussichtlichen Entlassungszeitpunkt noch mehr als achtzehn Monate Freiheitsstrafe zu verbüßen haben.”

Nun, mit “suchtgefährdet” sind sicher irgendwelche miesen Junkies gemeint und nicht gierige Topmanager – ups, doppelt gemoppelt –, die nach eigenen Angaben spielsüchtig waren.
Und mit “fluchtgefährdet” ist nur die jeweilige Person gemeint, glücklicherweise nicht ihr Kapital.
Da jetzt schon feststeht, dass Uli Hoeneß spätestens im Juli 2016 auf freien Fuß kommt, erfüllt er also alle drei Kriterien.
Abschließend hierzu noch ein Zitat von Dieter Hoeneß, dem Bruder von Uli Hoeneß: “ Von Promi-Bonus kann da gar keine Rede sein.”

Ja gut, dann nicht.

Wichtig ist jetzt noch, dass Uli Hoeneß einen festen Job haben wird.
Wie der Zufall so will, sucht die Jugendabteilung des FC Bayern nach dem Weggang von Breno gerade ein neues Vorbild.
Und wer wäre für diese Position besser geeignet, als Uli Hoeneß? Nach der physikalischen Grundausbildung in Pyrotechnik durch Breno vermittelt in Zukunft Uli Hoeneß die mentalen Feinheiten des Brandstiftens.
Und eines ist klar: Uli Hoeneß wird von den Kids sofort respektiert werden:
“Yo man, voll der Gangsta! War im Knast, Staat abgezockt, alle verarscht! Bushido? Kollegah? Tsss!”

Und jetzt nochmal im Klartext: Wir leben in einer Welt, in der es rechtens, respektabel und offenbar normal ist, dass ein Brandstifter und ein Steuerhinterzieher – leider nicht zusammen – die Jugend ausbilden.

Man stelle sich vor, Platon wäre hier, um das per Twitter zu kommentieren…großes Kino!

 

PS: Ich würde gerne die Bewerbung von Uli Hoeneß sehen, mit der er sich auf die vakante Stelle beim FC Bayern beworben hat…

 

FC Bayern – Sammelbecken für Verbrecher?
FC Bayern – Sammelbecken für Verbrecher? II

 

Quellen:
spiegel.de: Freigänger Uli Hoeneß: Nur noch nachts hinter Gittern, aar/hut/dpa/AFP
sport1.de: Hoeneß ist Freigänger
http://de.wikipedia.org/wiki/Vollzugslockerung

UEFA: Wir stehen für Werte

Wer die Seite http://de.uefa.org/ aufruft, findet dort einen Unterpunkt, der sich 11 Werte nennt.
Ein wichtiges Element der Arbeit der UEFA ist demnach die „Good Governence“. Darunter versteht die UEFA Offenheit, Demokratie, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein.
Man spricht davon, den wahren Geist des Sports zu bewahren.
Und ganz wichtig sind natürlich die Werte. Respekt, Integrität, Vielfältigkeit, Würde und Intoleranz…wie bitte? Ach so, Intoleranz gegenüber Rassismus, Gewalt und Doping.

Nun, der Teil mit dem Bewahren des wahren Geistes des Fußballs ist natürlich eine dreiste Lüge. Das sieht man zum Beispiel daran, dass Wettbewerbe durch Erhöhungen der Teilnehmerzahlen künstlich aufgeblasen werden. Das sieht man an der Splittung der Spieltage und den ausschließlich den Bedürfnissen des Fernsehens gerecht werdenden Spielansetzungen. Das sieht man daran, dass ein Financial Fairplaytm  nicht vorhanden ist und somit in erster Linie das Geld für gutes Abschneiden verantwortlich ist. Und – allgemein gesprochen – sieht man das daran, dass Fußball nicht mehr gespielt, sondern inszeniert wird.

Kommen wir nun zu den Werten. Offenheit, Demokratie, Transparenz, Respekt, Vielfältigkeit, Würde. Schöne Werte sind das. Wichtige Werte.
Leider spielen sie für das Handeln der UEFA keine Rolle.
Es folgt ein kleines Beispiel.

Der FC Bayern wird in der Champions League auswärts gegen ZSKA Moskau spielen. Dieses Spiel in Moskau wird ein Geisterspiel sein, weil die russischen Fans Rassisten sind. Die Fans des FC Bayern fanden es nicht in Ordnung, dass auch sie von dem Spiel ausgeschlossen und somit bestraft werden, obwohl sie sich nichts zu Schulden kommen ließen.
Sie baten daher die UEFA um ein Gespräch, um die Angelegenheit noch einmal zu diskutieren. Die offene, demokratische UEFA drückte ihren Respekt gegenüber den Bayernfans dadurch aus, dass sie die Bitte um ein Gespräch ignorierte.
Daraufhin planten die Fans, am ersten CL-Spieltag auf Transparenten in 2 Varianten ihren Standpunkt bezüglich dieser Angelegenheit zu vertreten.
Variante 1 sah folgendes Motto vor: “Do you care about away fans?”
Variante 2 sollte lauten: “Where is your RESPECT, UEFA?”

Die weltgewandte, offene und an Vielfalt interessierte UEFA bekam Wind von dem Plan. Sie drückte ihre Toleranz und ihren Respekt aus, indem sie den FC Bayern darüber informierte, dass die geplanten Transparente als unangebrachtes Fan-Verhalten eingestuft und in Form von Geldstrafen oder der Schließung von Fankurven sanktioniert werden würden.

Bis hierhin empfand auch ich Respekt, vielleicht sogar eine entfernte Art von Sympathie für die Bayern-Fans. Leider zogen sie dann aber den Schwanz ein und verzichteten auf die Transparente.

Mit Offenheit, Toleranz, Demokratie, Vielfalt und Respekt hat die UEFA also leider nicht wirklich was am Hut.
Diese Erkenntnis ist für sich genommen zwar schade, bezüglich eines Konzerns – der sein Produkt, seine Marke schützen will – in der heutigen Zeit aber erwartbar.
Verachtenswert ist das Verhalten der Fans. Mit dem Verzicht auf die Transparente haben sie die UEFA in ihrer Beschneidung der Meinungsfreiheit in Stadien unterstützt.

Damit der Artikel nicht allzu resigniert endet, hier ein amüsanter Ausschnitt aus dem unten verlinkten Artikel von faszination-fankurve.de:

“Im September 2010 gab es auch eine Meinungsverschiedenheit zwischen Club Nr. 12 und der UEFA. Für die Partie gegen den AS Rom hatte der Club Nr. 12 eine Choreografie geplant. Inhaltlich war angedacht, sich auf den Monty-Python-Klassiker »Life of Brian« zu beziehen. Im unteren Teil der Südkurve sollte der aus dem Film stammende Spruch »ROMANI ITE DOMUM« stehen, was aus dem Lateinischen übersetzt »Römer, geht nach Hause« bedeutet.

life of bayern
Club Nr. 12

Dem europäischen Fußballverband war das allerdings zu viel an Beleidigung, weswegen das Kurvenbild untersagt wurde. Bei den Machern, die bereits mehrere Hundert ehrenamtliche Arbeitsstunden sowie einen vierstellen [vierstelligen, Anmerkung von mir] Betrag in das benötigte Material investiert hatten, stieß die Entscheidung auf Unverständnis.”

Quellen:
http://de.uefa.org/
faszination-fankurve.de: UEFA verbietet Plakate der Bayern Fans

Deutschland pulveristört Armenien!

Entschuldigt bitte den Titel, aber in Anbetracht des fantastischen, glorreichen, ja geradezu historischen Siegs der deutschen Nationalmannschaft über die Nationalmannschaft Armeniens (!) bin ich in euphorischer Stimmung!
Ich meine: 6:1!
6:1!
Wer jetzt noch am WM-Titel zweifelt, kann kein richtiger Deutscher sein!

Schauen wir, wie in der letzten Woche, einfach mal auf die Marktwerte:
Nationalmannschaft Deutschland: 562 Millionen Euro
Nationalmannschaft Armenien: 50,93 Millionen Euro

HA! Die Armenier können froh sein, dass wir nicht Ernst gemacht haben!

 

Quelle:
transfermarkt.de