Borussia Dortmund – ECHTE LIEBE!

Borussia Dortmund hat sich in den vergangenen Jahren eindrucksvoll entwickelt:
2011 – Meister
2012 – Double-Sieger
2013 – Vize-Meister + Champions League-Finalist
2014 – Vize-Meister + Pokal-Finalist
Diese sportlichen Erfolge schlugen sich auch wirtschaftlich nieder. Im November 2013 meldete man einen Rekordgewinn von 53 Millionen Euro.

Die Verantwortlichen der neuen Premium-Marke Borussia Dortmund sind kontinuierlich bemüht, das Image des “Malocher-Vereins” aufrecht zu erhalten. Man versucht, nicht nur die sportliche und wirtschaftliche Alternative zum versnobten FC Bayern München zu sein, sondern auch der emotionale und philosophische Gegenentwurf.
Beispiele:
– das Motto “Echte Liebe”
– der authentisch-emotionale Trainer Jürgen Klopp, Spitzname “Kloppo”
– “Pöhler”-Merchandising-Artikel

Dass die BVB-Fans für ihren Verein echte Liebe empfinden, belegen unter anderem die alljährlichen Dauerkarten- und Zuschauerschnitt-Rekorde.
Doch wie ist es um die echte Liebe des Konzerns…öhm…Vereins zu seinen Fans bestellt?
Den oben genannten, alljährlichen Rekorden stehen alljährliche Preiserhöhungen entgegen – Quellen siehe unten.
Langjährige Dauerkarten-Inhaber müssen entweder der Presse oder den Bonzen weichen.
Das passt natürlich super zum “Malocher-Verein” Zwinkerndes Smiley
Hier ein Zitat der Redaktion des Fan-Forums schwatzgelb.de zur Dauerkarten-Preiserhöhung 2012/2013: “Wir Fans zahlen mittlerweile Beträge für den Stadionbesuch, die die untersten Einkommensschichten langsam aber sicher aus den Stadien drängen.”
Tja, schade für die armen Schweine, aber hey: Wollen wir Stadien voller echter Fans oder wollen wir Stadien voller zahlungskräftiger Investoren?
Die Antwort ist klar.

Wie so oft im Leben handelt es sich in diesem Fall also um eine einseitige Liebe. Der BVB ist in den letzten Jahren zu einer Marke geworden und hat nichts mehr mit einem Fußball-Verein zu tun. Vor allem ist der heutige BVB kein Arbeiter-Verein. Zwar tragen die Verantwortlichen in den Medien Schein-Kämpfe mit anderen Vereinen aus, doch tun sie das nicht aus Überzeugung, sondern um der Marke BVB gerecht zu werden. Nach den entsprechenden Interviews treffen sie sich mit anderen Vereinsbossen zum Essen.
Um es ganz klar zu sagen: Der heutige BVB ist nichts anderes als ein Möchtegern-FCB oder ein Möchtegern-Real.
Wer etwas anderes glaubt, ist verliebt…in einen Konzern.

Zum Abschluss ein Zitat von gibmich-diekirsche.de:

“Westtribüne: Seit Anschaffung in der Saison 1992/93 bis heute um 284,47% im Wert gestiegen. Allein die Erhöhungen der letzten Jahre: 2009/10: 14,90% und 2011/12: 11,20% sind mit „Inflationsausgleich“ allein schon nicht mehr zu argumentieren!”

 

 

Quellen:
gibmich-diekirsche.de: Pecunia non olet
derwesten.de: Borussia Dortmund macht Rekordgewinn und zahlt Dividende
ruhrnachrichten.de: BVB-Dauerkartenpreise in der Diskussion
derwesten.de: BVB bleibt Dauerkarten-Meister der Bundesliga – Schalke vor Bayern
de.wikipedia.org: Borussia Dortmund Zuschauerschnitt
ruhrnachrichten.de: BVB-Dauerkartenpreise in der Diskussion
ruhrnachrichten.de: BVB kündigt Dauerkarten – Fans bitter enttäuscht

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